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Wärmepumpe

Wärmepumpe · Frage 5 von 5

Warum hat eine Wärmepumpe einen Wirkungsgrad über 100 %?

Eine Wärmepumpe hat scheinbar einen Wirkungsgrad von 300 bis 500 %, weil sie für 1 kWh Strom 3 bis 5 kWh Wärme liefert. Physikalisch heißt das Leistungszahl (COP), nicht Wirkungsgrad: Den Großteil der Wärme holt sie kostenlos aus der Außenluft. Zählst du diese Umweltwärme mit, liegt die Bilanz unter 100 %.

In dieser Tour siehst du die Energiebilanz in 3D, heizt das Wasser von 35 auf 55 °C, triffst auf die ideale Grenze und ziehst die Luft unter null.

12 Schritte · Einsteiger · kostenlos, ohne Anmeldung

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe neben einem aufgeschnittenen Haus, mit dem Kältemittel in der Außeneinheit und der Wärme, die in die Fußbodenheizung geht

Wirkungsgrad oder Leistungszahl? Wärme pro Kilowattstunde Strom

Wer vom Wirkungsgrad einer Wärmepumpe spricht, meint fast immer ihre Leistungszahl, abgekürzt COP (coefficient of performance): die abgegebene Wärme geteilt durch den aufgenommenen Strom, gemessen über dieselbe Zeit. Liefert eine Wärmepumpe 3 kWh Wärme für 1 kWh Strom, hat sie eine Leistungszahl von 3, umgangssprachlich „300 % Wirkungsgrad“. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen am Prüfpunkt A7/W35, also 7 °C Außenluft und 35 °C Heizwasser, etwa 3 bis 5.

Zum Vergleich: Ein Heizlüfter oder Heizstab macht aus 1 kWh Strom genau 1 kWh Wärme, Leistungszahl 1 oder 100 %. Ein moderner Gas-Brennwertkessel nutzt etwa 90 bis 98 % der Energie im Gas, alte Kessel kommen auf 60 bis 75 %. Eine Wärmepumpe gibt drei- bis fünfmal so viel Wärme ab, wie sie Strom aufnimmt.

Der häufigste Einwand lautet: Mehr als 100 % sind physikalisch unmöglich, die 300 % also ein Werbetrick. Der Einwand verwechselt zwei Verhältnisse. Ein Wirkungsgrad vergleicht alle Energie, die in eine Maschine hineingeht, mit der, die herauskommt, und bleibt immer unter 100 %. Die Leistungszahl lässt den größten Posten weg: die Umweltwärme aus der Außenluft, weil sie niemand bezahlt. „Wirkungsgrad“ ist bei der Wärmepumpe also das Alltagswort, physikalisch korrekt ist Leistungszahl. Was dahinter steckt, zeigt die Energiebilanz.

Die Tour, nacherzählt

Schritt für Schritt

Schritt 1 von 12 · Erklären

Der Großteil der Wärme kommt aus der Außenluft

Nimm eine Wärmepumpe, die an einem milden Tag mit 7 °C ein Haus mit Fußbodenheizung und 35 °C warmem Wasser heizt. Der Kasten im Garten ist die Außeneinheit, und der Verdichter darin ist das einzige Teil, das viel Strom braucht. Im Modell nimmt sie etwa 1,4 kW Strom auf und gibt etwa 7,4 kW Wärme ans Haus ab: das Fünffache, eine Leistungszahl von etwa 5,2.

Woher kommen die übrigen 6 kW? Nicht aus dem Strom. Etwa 6,1 kW holt sie aus der 7 °C kalten Außenluft, die die Außeneinheit kälter verlässt, als sie hineinkam. Das Datenblatt des echten Geräts, dem das Modell folgt, zeigt dasselbe: 7,3 kW Wärme für 1,38 kW Strom bei 7 °C, und selbst bei −7 °C stammen etwa 6,6 der 9,7 kW Wärme aus der Luft (Viessmann Vitocal 250-A).

Die Außeneinheit einer Wärmepumpe an einem Tag mit 7 °C, Verdichter und Stromkabel hervorgehoben; die Anzeigen zeigen 1.424 W Strom und 7.394 W abgegebene Wärme
Schritt 1 von 12 · Erklären · Fünfmal mehr Wärme als StromDiesen Schritt in 3D öffnen

Schritt 3 von 12 · Erklären

Die Energiebilanz: Nichts entsteht aus dem Nichts

Lies die Energieflüsse der Wärmepumpe wie eine Rechnung. Hinein: etwa 6,1 kW Wärme aus der Außenluft und etwa 1,4 kW Strom. Heraus: etwa 7,4 kW Wärme ins Haus. Vom Strom treiben etwa 1,3 kW den Verdichter und die Umwälzpumpe an und landen ebenfalls als Wärme im Haus; die übrigen rund 150 W für Ventilatoren und Regelung gehen mit der Außenluft weg.

Vergleichst du alles, was hineingeht, Luftwärme und Strom zusammen, etwa 7,55 kW, mit der Wärme, die herauskommt, 7,39 kW, ergibt das etwa 98 %: unter 100 %, wie es der Energieerhaltungssatz verlangt. Die „500 %“ sind ein anderes Verhältnis: Sie vergleichen die Wärme nur mit dem Teil, den du bezahlst. Die Wärme der Luft ist gratis.

Deshalb hat die Zahl einen eigenen Namen. Eine Wärmepumpe ist keine bessere Elektroheizung, sie ist eine Pumpe. Bei einer Wasserpumpe bezahlst du das Hochpumpen, nicht das Wasser. Bei der Wärmepumpe bezahlt der Strom das Anheben der Wärme, nicht die Wärme selbst.

Die Wärmepumpe vor einem aufgeschnittenen Haus; die Energiebilanz zeigt 6,1 kW aus der Außenluft plus 1,4 kW Strom gleich 7,4 kW ins Haus, Leistungszahl 5,2
Schritt 3 von 12 · Erklären · Die EnergiebilanzDiesen Schritt in 3D öffnen

Schritt 5 von 12 · Erklären

Der Strom bezahlt den Temperaturhub

Wofür genau zahlst du den Strom? Von selbst fließt Wärme nur von warm nach kalt, niemals aus 7 °C kalter Luft in 35 °C warmes Wasser. Also hebt die Wärmepumpe sie an. Ihr Kältemittel siedet im Verdampfer der Außeneinheit etwas kälter als die Luft, im Modell bei etwa 4 °C, sodass Wärme aus der Luft hineinfließt. Der Verdichter presst den Dampf dann zusammen, bis er heißer ist als das Heizwasser, etwa 37 °C, und dort gibt er die Wärme ans Wasser ab.

Der Abstand zwischen kalter und warmer Seite heißt Temperaturhub: hier etwa 28 Grad zwischen Luft und Wasser, im Kältemittel ein paar mehr. Je kleiner der Hub, desto weniger Strom kostet jede Kilowattstunde Wärme, so wie es leichter ist, Wasser ein Stockwerk hochzutragen statt drei. Daran hängt der Wirkungsgrad der Wärmepumpe bei jeder Temperaturdifferenz.

Blick in die Außeneinheit: Verdampfer hinter den Ventilatoren, Verdichter und Plattenverflüssiger sind hervorgehoben; die Anzeigen zeigen eine Leistungszahl von 5,2 und eine Verdampfungstemperatur von 4 °C
Schritt 5 von 12 · Erklären · Der Strom bezahlt den TemperaturhubDiesen Schritt in 3D öffnen

Schritt 7 von 12 · Ausprobieren

Heißeres Heizwasser kostet etwa ein Drittel

Viele halten die Vorlauftemperatur für reine Komfortsache, oder glauben sogar, heißeres Wasser mache die Wärmepumpe besser, weil es mehr Wärme transportiert. Das Gegenteil stimmt. Viele ältere Häuser haben Heizkörper, die etwa 55 °C statt 35 °C brauchen. Am selben Tag mit 7 °C wächst der Hub dann von etwa 28 auf 48 Grad. Im Modell braucht der Verdichter etwa 2,0 kW statt 1,4 für etwas weniger Wärme, etwa 6,7 kW, und die Leistungszahl fällt von etwa 5,2 auf 3,3: rund ein Drittel weniger.

Das Datenblatt des echten Geräts zeigt dasselbe bei −7 °C: Leistungszahl 3,16 mit 35 °C Vorlauf und 2,13 mit 55 °C. Als Faustregel spart jedes Grad weniger Vorlauftemperatur etwa 2 bis 3 % Strom. Im Modell liegt die Leistungszahl bei 40 °C bei etwa 4,6 und bei 41 °C bei etwa 4,5.

Zwei Räume mit Heizkörpern, beheizt mit 55 °C warmem Wasser; die Anzeigen zeigen 1.995 W Strom und eine Leistungszahl von 3,3
Schritt 7 von 12 · Ausprobieren · Dreh das Wasser runterDiesen Schritt in 3D öffnen

Halbzeit

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Schritt 6 von 12 · Vorhersagen

Warum Heizkörper heißeres Wasser brauchen als eine Fußbodenheizung

Wie tief die Vorlauftemperatur sinken kann, hängt davon ab, wie die Wärme in die Räume kommt. Eine Fußbodenheizung gibt ihre Wärme über den ganzen Boden ab, deshalb reichen 30 bis 35 °C selbst an kalten Tagen. Ein Heizkörper hat eine viel kleinere Fläche, und seine Leistung fällt steil, wenn das Wasser kühler wird. Ein üblicher Flachheizkörper Typ 22, 60 cm hoch und 1 m breit, gibt bei 75 °C etwa 1,6 kW ab, bei 55 °C etwa 0,85 kW und bei 35 °C nur noch etwa 0,27 kW (Normleistung nach EN 442): rund ein Sechstel.

Deshalb brauchen Heizkörper, die für einen alten Gaskessel ausgelegt wurden, oft 55 bis 70 °C. Echte Häuser brauchen aber meist weniger, als ihre Heizkörper einst ausgelegt wurden: Im Feldtest des Fraunhofer ISE in Bestandshäusern mit Heizkörpern lag die nötige Vorlauftemperatur an den kältesten Tagen im Mittel bei etwa 44 bis 45 °C. Größere Heizkörper in einzelnen Räumen oder eine bessere Dämmung senken sie weiter.

Zwei Räume mit Fußbodenheizung unter dem ganzen Boden, beheizt mit 35 °C warmem Wasser; die Anzeige zeigt eine Leistungszahl von 5,2
Schritt 6 von 12 · Vorhersagen · Heißeres HeizwasserDiesen Schritt in 3D öffnen

Schritt 9 von 12 · Erklären

Die Carnot-Grenze: Mehr geht physikalisch nicht

Gibt es eine höchstmögliche Leistungszahl? Ja, und sie hängt nur von den beiden Temperaturen ab. Eine perfekte Wärmepumpe ohne jeden Verlust erreicht die Carnot-Leistungszahl: die warme Temperatur geteilt durch den Unterschied zwischen warm und kalt, beides in Kelvin (Grad Celsius plus 273). Zwischen 7 °C Luft und 35 °C Wasser sind das 308 ÷ 28 = 11. Diese Obergrenze setzt der ideale Kreisprozess, der Carnot-Prozess.

Echte Wärmepumpen schaffen etwa die Hälfte davon. Das Modell kommt auf 5,2; das Lehrbuch nennt dieses Verhältnis Gütegrad und gibt 0,45 bis 0,55 an. Der Rest geht verloren, weil Wärme einen Temperaturunterschied braucht, um durch die beiden Wärmetauscher zu fließen (das Kältemittel siedet bei etwa 4 °C statt 7 und verflüssigt sich bei etwa 37 °C statt 35), weil der Verdichter nicht ideal arbeitet und weil Motoren, Ventilatoren und Pumpe Strom brauchen. Mit 55 °C Vorlauf sinkt schon die Grenze selbst auf etwa 6,8.

Die Außeneinheit an einem Tag mit 7 °C und Fußbodenheizung bei 35 °C; die Anzeigen zeigen eine Leistungszahl von 5,2 und eine ideale Carnot-Leistungszahl von 11,0
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Schritt 10 von 12 · Ausprobieren

Kalte Luft vergrößert den Hub ebenfalls

Der Hub hat zwei Enden, und die Außenluft ist das andere. Bei −7 °C beträgt der Abstand zum 35 °C warmen Wasser 42 statt 28 Grad. Die Carnot-Grenze fällt von 11 auf etwa 7,3 und die echte Leistungszahl im Modell von etwa 5,2 auf 3,8. Die Wärmepumpe heizt weiter, nur teurer pro Kilowattstunde; warum sie auch im tiefen Winter nicht aufhört, erklärt die Frage, wie eine Wärmepumpe im Winter funktioniert.

Im Modell liegt die Leistungszahl mit Fußbodenheizung bei 35 °C bei 2 °C bei etwa 4,6, bei 0 °C bei 4,4 und bei −7 °C bei 3,8. Am ungünstigsten ist heißes Wasser an einem kalten Tag: bei −7 °C und 55 °C Vorlauf etwa 2,6.

Die Außeneinheit bei −7 °C, Verdampfer und Verdichter hervorgehoben; die Anzeigen zeigen eine Leistungszahl von 3,8 und eine ideale Carnot-Leistungszahl von 7,3
Schritt 10 von 12 · Ausprobieren · Ein kalter TagDiesen Schritt in 3D öffnen

Schritt 11 von 12 · Erklären

Vom Augenblick zum Jahr: COP, SCOP und JAZ

Welche Zahl ist also der Wirkungsgrad der Wärmepumpe? Die Leistungszahl ändert sich jede Stunde mit Wetter und Vorlauftemperatur. An einem Tag mit 2 °C in einem älteren Haus mit Heizkörpern bei 45 °C liegt sie im Modell bei etwa 3,7, mit 6,1 kW Wärme für 1,7 kW Strom.

Fürs ganze Jahr zählst du alle Wärme und allen Strom zusammen. Auf dem Datenblatt steht dafür die SCOP, berechnet für ein durchschnittliches europäisches Klima: 5,01 bei 35 °C und 3,87 bei 55 °C für das Gerät, dem das Modell folgt. Im echten Haus gemessen heißt sie Jahresarbeitszahl (JAZ). In den Feldtests des Fraunhofer ISE in Bestandshäusern lag sie für Luft-Wärmepumpen bei etwa 3,4 (zwischen 2,6 und 4,9) und für Erdwärmepumpen bei 4,3.

Das Jahr fällt etwas schlechter aus als ein milder Tag, weil die kältesten Tage das heißeste Wasser brauchen, die Außeneinheit ab und zu abtauen muss und das Warmwasser mit etwa 55 °C eine niedrigere Leistungszahl hat. Die meisten Heizstunden liegen aber zwischen 0 und 10 °C, deshalb liegt das Jahr nah an einem Tag wie diesem. Daher kommen die bekannten „300 %“.

Die Wärmepumpe und das Haus an einem Tag mit 2 °C und Heizkörpern bei 45 °C; die Energiebilanz zeigt 4,6 kW aus der Luft plus 1,7 kW Strom gleich 6,1 kW ins Haus, Leistungszahl 3,7
Schritt 11 von 12 · Erklären · Ein ganzes JahrDiesen Schritt in 3D öffnen

Typische Werte: Luft, Erdreich, Grundwasser

Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandshäusern: Jahresarbeitszahl etwa 3,1 im Fraunhofer-Feldtest 2018/19 und etwa 3,4 im Feldtest von 2024, einzelne Häuser zwischen 2,6 und 4,9.

Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme): etwa 4,1 und 4,3 in denselben Tests. Die Sole aus der Erdsonde bleibt den ganzen Winter bei etwa 0 °C oder wärmer, deshalb ist der Hub an kalten Tagen kleiner als bei Luft. Im Modell erreicht die Erdwärme bei −7 °C draußen eine Leistungszahl von etwa 4,5, die Luft 3,8.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen (Grundwasser): Das Wasser aus dem Brunnen hat das ganze Jahr etwa 7 bis 12 °C, der Hub ist also noch kleiner. Im Modell kommt sie mit Fußbodenheizung bei 35 °C an einem Tag mit 7 °C auf eine Leistungszahl von etwa 5,9.

So bleibt die Vorlauftemperatur niedrig

Die Heizkurve legt die Vorlauftemperatur nach der Außentemperatur fest: warmes Wasser an kalten Tagen, kühleres an milden. Übliche Neigungen sind etwa 0,3 bis 0,5 für Fußbodenheizungen und 1,0 bis 1,6 für Heizkörper (Viessmann). Eine Heizkurve, die nicht höher steht, als das Haus braucht, ist der billigste Weg zu einer besseren Jahresarbeitszahl.

Größere oder Niedertemperatur-Heizkörper geben dieselbe Wärme bei niedrigerer Vorlauftemperatur ab, und eine bessere Dämmung senkt den Wärmebedarf, sodass das Wasser ebenfalls kühler bleiben kann. Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper sein Wasser bekommt, damit nicht ein einziger kalter Raum das ganze Haus auf eine höhere Temperatur zwingt.

Auch langsames Laufen hilft. Eine Inverter-Wärmepumpe, deren Verdichter langsam und lange läuft, arbeitet mit kleineren Temperaturunterschieden in ihren Wärmetauschern. Im Modell liegt die Leistungszahl an einem Tag mit 7 °C bei kleinster Verdichterdrehzahl bei etwa 5,9 und bei hoher bei etwa 4,8.

Was das Modell vereinfacht

Das Modell zeigt ein echtes Luft-Wasser-Gerät im gleichmäßigen Betrieb. Seine Heizkörper geben die Wärme, die das Haus braucht, bei jeder Vorlauftemperatur ab: Du kannst also nicht sehen, wie ein Raum mit Heizkörpern bei 35 °C kalt bleibt; die Heizkörperwerte oben stammen aus der Normleistung nach EN 442. Abtauen und Warmwasser lässt diese Tour weg. Wie die Prüfnorm EN 14511 zählt die Leistungszahl im Modell den Strom für Ventilatoren, Umwälzpumpe und Regelung mit, nicht nur den Verdichter.

FAQ

Häufige Fragen

Welche Jahresarbeitszahl ist gut?
Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Bestandshaus ist eine Jahresarbeitszahl ab etwa 3 gut: Der Feldtest des Fraunhofer ISE hat im Mittel 3,4 gemessen, für Erdwärmepumpen 4,3. Am Prüfpunkt A7/W35 erreichen gute Luft-Wärmepumpen eine Leistungszahl von etwa 4 bis 5.
Wie berechnet man den Wirkungsgrad einer Wärmepumpe?
Teile die abgegebene Wärme durch den aufgenommenen Strom über dieselbe Zeit: 7,4 kW Wärme für 1,4 kW Strom ergeben eine Leistungszahl von etwa 5,2. Für die Jahresarbeitszahl brauchst du einen Wärmemengenzähler am Heizwasser und einen eigenen Stromzähler für die Wärmepumpe und teilst die Jahreswerte.
Funktioniert eine Wärmepumpe mit normalen Heizkörpern?
Oft ja, mit einer etwas niedrigeren Leistungszahl. Im Feldtest des Fraunhofer ISE brauchten Bestandshäuser mit Heizkörpern an den kältesten Tagen im Mittel etwa 44 bis 45 °C Vorlauf und erreichten trotzdem gute Jahresarbeitszahlen. Bleiben einzelne Räume kalt, hilft dort ein größerer Heizkörper mehr als eine höhere Vorlauftemperatur fürs ganze Haus.
Welche Vorlauftemperatur ist für eine Wärmepumpe ideal?
So niedrig wie möglich, so hoch wie nötig. Mit Fußbodenheizung reichen meist 30 bis 35 °C, mit Heizkörpern sind es an kalten Tagen oft 45 bis 55 °C. Jedes Grad weniger spart etwa 2 bis 3 % Strom; im Modell fällt die Leistungszahl von 5,2 bei 35 °C auf 3,3 bei 55 °C.
Welchen Wirkungsgrad hat eine Wärmepumpe bei −10 °C?
Im Modell liegt die Leistungszahl bei −10 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf bei etwa 3,5. Das Prüfzentrum WPZ Buchs hat für ein Schwestermodell des Geräts bei −10 °C und 35 °C etwa 2,9 gemessen. Mit heißerem Vorlauf liegt sie entsprechend niedriger.
Warum haben Gasheizungen manchmal 109 %?
Diese Angabe bezieht sich auf den Heizwert, der die Wärme im Wasserdampf der Abgase nicht mitzählt. Ein Brennwertkessel kondensiert den Dampf und nutzt auch diese Wärme. Bezogen auf die gesamte Energie im Gas, den Brennwert, bleibt er unter 100 %.
KI-generierte Simulation. Sie kann Fehler enthalten.

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